BUZZ NEWS
Moskau verbietet Werbeplakate
Ende 2008 soll die Gegend rund um den Kreml werbefrei sein. So hat es der Vorsitzende des Moskauer Komitees für Werbung, Vladimir Makarov, entschieden. Der daraus resultierende Einkommensverlust für die russische Hauptstadt beläuft sich auf 3 Millionen Euro; die Entscheidung betrifft 70 Werbeflächen.
Aleksandr Menchuk, ein Mitglied des Moskauer Komitees für Werbung, sagt, sie seien sich der Interessen der Werber wohl bewusst, die Interessen der Moskauer hätten jedoch Vorrang. Das Hauptargument für die Streichung der Werbeflächen ist die visuelle Umweltverschmutzung. Zudem stellt das Übermaß an Werbung eine Gefahr dar, weil Autofahrer dadurch abgelenkt werden können.
Moskau ist nicht die erste Großstadt, die drastische Maßnahmen ergreift, um die allgegenwärtige Werbung einzudämmen. In der brasilianischen Metropole Sao Paulo ist Plakatwerbung seit dem 1. Januar 2007 verboten. Die Größe von Geschäftsschildern ist gesetzlich begrenzt, Werbung an Bussen und Taxis sowie das Verteilen von Flyern sind ebenfalls nicht erlaubt.
In der französischen Hauptstadt Paris war vorgesehen, die Anzahl der Werbeflächen um 30% zu reduzieren, 4X3-Meter-Plakate in Waldgebieten zu verbieten und Rollenwechselsysteme von Mitternacht bis morgens um 7 Uhr abzustellen. Dieses vor den Wahlen angeregte Projekt ist allerdings noch nicht in die Tat umgesetzt worden.
Wir fragen uns nun: Ist Werbung in der Stadt tatsächlich nur urbaner Spam oder visuelle Umweltverschmutzung? Oder bieten die Werbeflächen nicht doch Freiraum für Kreativität? Man stelle sich nur einmal den legendären Times Square ohne Werbung vor - undenkbar!
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Öffentlichkeit & Politik
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Kommentare
1. Sonntag 25. Januar 2009 attime 13:42, von Emmy
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